Trotz Umsatzplus – Hotellerie in Deutschland in der Finanzierungsklemme

Das Gastgewerbe in Deutschland befindet sich weiterhin auf solidem Wachstumskurs. Laut dem Dehoga Bundesverband ist es das neunte Umsatzplus in Folge und er prognostiziert für 2019 ein erneutes Umsatzplus für Deutsche Hotel- und Gaststättenbetriebe. Gleichzeitig ist die Ertragssituation durch weiterhin steigende Betriebs- und Personalkosten angespannt. Fachkräftemangel und bürokratische Belastungen bringen Hoteliers in Finanzierungsprobleme. furniRENT, seit fast 20 Jahren der Spezialist für Hoteleinrichtungen, zeigt auf, wie man aus dieser Finanzierungsklemme herausfindet und dabei gleichzeitig einen attraktiven Arbeitsplatz für Fachpersonal schafft.

Das letzte Jahr war für die Hotellerie in Deutschland erneut ein sehr umsatzstarkes Jahr. Das lange anhaltende Sommerwetter hat laut Dehoga-Konjunkturumfrage fast 70 Prozent aller Hoteliers ein gutes Ergebnis gebracht. Deutschland bleibt vor allem bei Ausländern ein beliebtes Urlaubsziel und durch die anhaltend gute Wirtschaftslage verbringen immer mehr Deutsche ihren Urlaub auch im eigenen Land. Trotz der positiven Konjunkturdaten und dem nach wie vor positiven Ausblick auf das Jahr 2019 stehen viele Hotelbetriebe vor einer großen Finanzierungsklemme. Auf der einen Seite wird es immer schwieriger Fachpersonal für den Betrieb zu gewinnen, auf der anderen Seite müssen durch die wachsenden Übernachtungszahlen die Qualität der Zimmer und Bäder erhalten, bzw. erneuert werden. Bei dem derzeit nach wie vor günstigen Kapitalmarkt mit niedrigen Zinsstrukturen müssen sich Hoteliers bei Finanzierungen trotzdem nach Alternativen umschauen.

Klein aber fein – nur nicht für die Bank
Die Anzahl der umsatzsteuerpflichtigen Hotellerie-Betriebe in Deutschland ist von 2008 bis 2016 um insgesamt 18 Prozent gesunken. Davon waren vor allem familiengeführte Gasthöfe und Pensionen betroffen. Doch gerade diese Betriebe sind vom zunehmenden Bürokratismus am höchsten betroffen. „Hotels und kleine Beherbergungsstätten sind für Banken immer noch mit einem höheren Risikoaufschlag verbunden. Trotz guter Umsatzzahlen und –prognosen müssen die Betreiber viel Energie aufbringen, um dem Wettbewerb gegenüber nicht an Attraktivität zu verlieren“, erläutert Hansjörg Kofler, Geschäftsführer von furniRENT die Finanzierungssituation von Beherbergungsbetrieben unter 50 Zimmern. „Für mich liegt gerade bei diesen kleineren Betrieben die Zukunft, da sie meist in ländlichen Regionen liegen und so auch dort die Konjunktur ankurbeln.“

Alternative 1: Mieten
Um den Standard und die Qualität in den Gästezimmern auch bei höheren Auslastungszahlen zu gewähren, eignet sich ein Mietmodell, wie das von furniRENT. „Hoteliers können in Partnerschaft mit uns ihre Investition in Form eines Warenkredites abwickeln. Dies erfolgt durch Teilen des notwendigen Kapitalaufwandes“, so Kofler. Ein solches Mietmodell ist daher auch für kleinere Betriebe eine gute Alternative zur kompletten Bankfinanzierung. Und wenn das Hotel für Gäste attraktiv ist, fällt es auch leichter, gutes Personal für den Betrieb zu finden.

Alternative 2: Ratenkauf
Wenn es um fest eingebaute Wirtschaftsgüter geht, wie z.B. Hotelbäder, ist ein Modell mit Ratenkauf eine mögliche Finanzierungslösung. Auch hier reduziert sich die Belastung für den Hotelier um 50 Prozent. „Buchhalterisch werden die neuen Bäder im Anlagevermögen abgeschrieben und die Zinsen als Betriebsausgabe verbucht. So können auch kleinere Betriebe den Gästen hochwertige Bäder präsentieren, die vor allem bei den weiblichen Gästen wichtiger Bestandteil für ihr Urlaubserlebnis sind“, so Kofler weiter. Hoteliers sind Erinnerungsdesigner. Sie sollten daher nie vergessen, dass Ambiente, Freundlichkeit und Service immer beim Gast erhalten bleiben.

Alternative 3: Debt Funds
Eine bankenunabhängige Finanzierungsmöglichkeit stellen die sogenannten „Private Debt Funds“ dar. Wie auch bei „Private Equity Funds“ werden hier die Gelder verschiedener Anleger verwaltet. Diese Art von Finanzierung ist vor allem wegen seiner Flexibilität sehr beliebt. Auch der maximale Verschuldungsgrad, den Hoteliers hier erreichen können, ist ein bis zweimal höher als bei üblichen Bankkrediten. „Bei dieser Finanzierungsform ist Achtung geboten. Aufgrund der wesentlich höheren Zinsen, aktuell zwischen 7,5 bis 8,5 Prozent, macht hier nur ein ausgewogener Finanzierungsmix wirklich Sinn“, so Kofler abschließend.

 

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