Flugumbuchungen werden nach Reisebeginn fast zehnmal so häufig gebührenpflichtig

Flugumbuchungen während einer Geschäftsreise sind rund zehnmal so oft gebührenpflichtig wie Änderungen vor Abflug. Laut globalen Tumodo-Daten fällt nach Reisebeginn in fast jedem dritten Fall eine Gebühr an, davor nur in etwa drei Prozent der Fälle. Ausgewertet wurden Buchungsdaten der Geschäftsreiseplattform aus ihren internationalen Märkten, darunter Deutschland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Indien und Kasachstan. Robert Löschke, Managing Director Germany bei Tumodo, ordnet die Ergebnisse ein.

Die Budgets für 2027 sind derzeit in Planung. Dabei bleiben kurzfristige Änderungen ein schwer kalkulierbarer Kostenfaktor: Ein Kundentermin verschiebt sich, eine Reise muss vorzeitig beendet oder ein Aufenthalt kurzfristig verlängert werden. Dann entscheidet nicht allein der ursprüngliche Preis für Flugtickets und Übernachtungen, sondern auch, welche Umbuchungs- und Stornierungsbedingungen gelten. Globale Tumodo-Daten zeigen, wie stark der Zeitpunkt einer Änderung die anfallenden Gebühren beeinflusst. Robert Löschke, Managing Director Germany bei Tumodo, erklärt: „Unternehmen achten bei Geschäftsreisen in der Regel besonders auf günstige Flugtickets und Hotelpreise. Eine gute Reiserichtlinie zeigt sich jedoch nicht daran, dass sie jede Abweichung verhindert. Sie gibt Unternehmen einen verlässlichen Rahmen, lässt aber genug Spielraum, wenn sich die geschäftliche Situation ändert. Diese Balance ist entscheidend für verantwortungsvolles Reisemanagement.“

Umbuchungen nach Reisebeginn sind häufiger gebührenpflichtig

Grundsätzlich sind kostenpflichtige Änderungen bei Geschäftsreisen die Ausnahme: 2026 fiel laut globalen Tumodo-Daten bislang bei rund 0,56 Prozent aller Reisen mit Flug nach der ursprünglichen Buchung eine Gebühr an. Entscheidend ist jedoch der Zeitpunkt der Änderung. Bei Flugumbuchungen nach dem Abflugdatum wurde in 29,3 Prozent der Fälle eine Gebühr erhoben, bei Änderungen vor dem Abflug in 3,1 Prozent. Fiel eine Gebühr an, betrug sie nach Reisebeginn durchschnittlich 125,15 Euro, rund 56 Prozent mehr als vor Reisebeginn (80,31 Euro). Rechnet man auch die gebührenfreien Umbuchungen ein, ist der Unterschied noch deutlicher: Über alle erfassten Umbuchungen hinweg lagen die Gebühren nach Reisebeginn bei durchschnittlich 36,72 Euro, vor dem Abflug bei 2,47 Euro. Das ist rund das 15-Fache. Preisunterschiede zwischen dem ursprünglichen Ticket und einer Neubuchung sind in diesen Werten nicht enthalten.

Kostenpflichtige Hotelstornierungen kosten im Schnitt 308,70 Euro

Auch bei Hotels lohnt sich der Blick auf die Bedingungen. In den Fällen, in denen bei einer Hotelstornierung tatsächlich Kosten anfielen, lag die Gebühr laut globalen Tumodo-Daten bei durchschnittlich 308,70 Euro. Der Wert beschreibt also nicht die Kosten jeder Hotelstornierung, sondern den Durchschnitt der kostenpflichtigen Fälle. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt von den Bedingungen der jeweiligen Buchung ab, insbesondere von der gebuchten Rate und dem Zeitpunkt der Stornierung. Unternehmen sollten diese Bedingungen deshalb bereits bei der Buchung prüfen und sichtbar machen.

Reisemanagement hilft, Kosten im Blick zu behalten

Wie Unternehmen Reisekosten steuern, ist auch angesichts des Marktvolumens relevant. Für den deutschen Markt zeichnet die VDR-Geschäftsreiseanalyse 2026 ein klares Bild: Beschäftigte von Unternehmen mit Sitz in Deutschland unternahmen 2025 insgesamt 116,1 Millionen Geschäftsreisen, ein Plus von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Marktvolumen lag bei 48,6 Milliarden Euro. Laut VDR erzielen 59 Prozent der Unternehmen durch strukturiertes Reisemanagement Einsparungen von sechs bis zehn Prozent, weitere 11 Prozent erreichen zweistellige Einsparungen. Solche Einsparungen lassen sich nicht allein auf vermiedene Umbuchungsgebühren zurückführen. Unternehmen können bereits bei der Buchung darauf achten, welche Storno- und Umbuchungsbedingungen gelten. Ebenso wichtig sind klare Zuständigkeiten und ein Überblick über Fristen und betroffene Buchungen. Eine digitale Reiseverwaltung kann alle relevanten Informationen bündeln. Wenn sich Pläne unterwegs ändern, brauchen Geschäftsreisende erreichbare Ansprechpartner, die mit ihnen Alternativen prüfen und erforderliche Umbuchungen zeitnah abstimmen. „Der niedrigste Preis bei der Buchung sagt noch nicht, was eine Reise am Ende kostet. Unternehmen müssen verstehen, wie Buchungsbedingungen, Reiseverlauf und interne Abläufe zusammenwirken. Erst diese Gesamtsicht zeigt, wo sich Kosten tatsächlich beeinflussen lassen“, resümiert Löschke.

 

Methodik: Die Auswertung basiert auf globalen internen Buchungsdaten von Tumodo, darunter aus Deutschland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Indien und Kasachstan. Für die Flugumbuchungen wurde verglichen, wie häufig vor beziehungsweise nach dem Abflug eine Gebühr anfiel und wie hoch diese im Durchschnitt war, sowohl in den gebührenpflichtigen Fällen als auch über alle erfassten Umbuchungen hinweg. Bei Hotel- und Bahnreisen werden Stornierungen und Umbuchungen erfasst. Die ausgewiesenen Gebühren entsprechen daher den Stornogebühren. Die Daten wurden mithilfe eines selbst entwickelten KI-Agenten direkt aus dem internen Buchungssystem von Tumodo abgefragt und ausgewertet. Alle Beträge sind in Euro angegeben.

 

Datengrundlage: Die Angaben beruhen auf globalen Tumodo-Daten vom 1. Januar bis zum 27. Oktober 2026.Gebührenwerte beziehen sich auf Fälle, in denen tatsächlich eine Gebühr anfiel. Preisunterschiede zwischen demursprünglichen Ticket und einer Neubuchung sind nicht enthalten. Für den Anteil der Reisen mit einer gebührenpflichtigen Änderung weist die Auswertung 0,54 Prozent für 2025 und 0,56 Prozent für 2026 bis zum 27. Oktober aus. Die Marktzahlen für Deutschland stammen aus der VDR-Geschäftsreiseanalyse 2026.

Über Tumodo

 

Tumodo ist eine internationale Business-Travel-Plattform mit Hauptsitz in Dubai und deutschen Niederlassungen in Berlin und Frankfurt. Das Unternehmen unterstützt Firmen dabei, Geschäftsreisen digital zu planen, zu buchen und zu verwalten. Die Plattform kombiniert intelligente Automatisierung mit persönlichem, menschlichem 24/7-Support und richtet sich insbesondere an mittelständische Unternehmen sowie Konzerne. Tumodo wurde 2021 gegründet und ist heute in mehreren internationalen Märkten aktiv, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Indien, Kasachstan und Deutschland.

 

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