Christopher Krull wird neuer Tourismuschef in Oberstaufen

Das Allgäuer Schroth-Heilbad Oberstaufen strukturiert seinen Tourismus um und hat dafür den renommierten Tourismusexperten Christopher Krull aus dem Schwarzwald gewonnen.

Christopher Krull wird neuer Tourismuschef in Oberstaufen

Christopher Krull

Als Tourismusdirektor soll er ab dem 1. September 2017 die touristischen Aufgaben, Infrastruktur und Vermarktung des Allgäuer Kurortes in einem kommunalen Eigenbetrieb bündeln, die Schrothkur und Deutschlands einziges Schroth-Heilbad neu positionieren. Krull ist seit 2002 Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH und führte unter diesem Dach die größte Tourismusdestination in Deutschland zusammen. Oberstaufens Bürgermeister Martin Beckel zeigte sich „stolz, dass Gemeinderat und Tourismusausschuss eine solche Koryphäe für Oberstaufen gewinnen konnten“.

Fast 1,4 Mio. Gästeübernachtungen bei wenig mehr als 7000 Einwohnern: In Oberstaufen hat Tourismus eine so starke wirtschaftliche Bedeutung wie in kaum einem anderen Ort in Bayern. Dem trägt die Allgäuer Gemeinde künftig durch eine Bündelung ihrer touristischen Dienstleistungen und Marketingaktivitäten in einem kommunalen Eigenbetrieb Rechnung. Als dessen Leiter konnten Bürgermeister Martin Beckel und der Gemeinderat einen deutschlandweit ausgewiesenen Experten nach Oberstaufen holen: Christopher Krull, den Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH in Freiburg. Seit 2002 hat dieser die mit 11.100 km² und mehr als 21 Mio. Übernachtungen im Jahr größte Ferienregion Deutschlands aufgebaut.

Bürgermeister Martin Beckel: „Wir sind stolz darauf, mit Christopher Krull einen der renommiertesten und erfolgreichsten Touristiker für die neue Aufgabe gewonnen zu haben.“ Gemeinderat und Tourismusausschuss hatten sich einstimmig für den 55-jährigen Schwarzwälder ausgesprochen. Um am 1. September 2017 in Oberstaufen antreten zu können, hatte Krull am vergangenen Mittwoch im Schwarzwald um die Auflösung seines bis Dezember 2018 laufenden Vertrages gebeten.

Der neue Tourismuschef soll die „Tourismusbetriebe Oberstaufen“ neu strukturieren und zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Einheit formen. Beckel: „Christopher Krull soll im kommunalen Eigenbetrieb auch die touristische Infrastruktur wie Loipen, Rad- und Wanderwege, Kurhaus und Festsaal verantworten und das Erlebnisbad Aquaria stärker in das touristische Konzept einbinden. Zugleich wird er als Geschäftsführer der Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH OTM Vermarktung und Vertrieb ausbauen und als Geschäftsführer des Deutschen Schrothverbandes die Schrothkur zukunftsfähig positionieren.“

Krull freut sich auf die neue Aufgabe: „Nach 20 Jahren erfolgreicher Tourismusarbeit im Schwarzwald, davon 15 als Geschäftsführer der größten deutschen Ferienregion, möchte ich Tourismus noch einmal aus einer neuen Perspektive vorantreiben.““Zugleich erhofft er sich, in Oberstaufen mehr Zeit für seine Frau und seinen zweieinhalbjährigen Sohn zu haben. „Allein die riesigen Ausmaße des Schwarzwaldes und die weiten Distanzen erforderten bisher einen überaus hohen Zeitansatz für Gremienarbeit und Absprachen.“ Das Allgäu sei an Attraktivität dem Schwarzwald ebenbürtig. „Eine schönere neue Heimat für mich und meine Familie hätte ich mir nicht wünschen können“, ist Krull sich sicher.

Im Schwarzwald kann Krull auf eine einzigartige Erfolgsserie zurückblicken: Seit 2003 stiegen die Gästezahlen Jahr für Jahr kontinuierlich an. Die von Krull 2005 mit den Verkehrsverbünden entwickelte „Konus-Gästekarte“ wurde mehrfach ausgezeichnet und ist Vorbild für viele nachhaltige Mobilitätsprojekte in Tourismusregionen bis nach Asien geworden. Die „Schwarzwald-Card“ hat als eine der ersten Inclusive-Erlebniskarten für Urlauber neue Maßstäbe gesetzt und die unter Krulls Regie neu positionierte „Marke Schwarzwald – herz.erfrischend.echt.“ hat wesentlich dazu beigetragen, das einst verstaubte Image des Schwarzwaldes hin zu einer trendigen Ferienregion zu verändern.

Urlaub in Oberstaufen – traditionell modern

Eine Landschaft wie eine Postkarte, sonnig im Sommer, nebelfrei im Herbst und schneesicher im Winter, bis auf 1834 m steil aufragender „Herrgottsbeton“, Bergwiesen, kleine Weiler und mittendrin Oberstaufen. Deutschlands einziges Schroth-Heilbad mit seinen vielen Wellnessgastgebern, Firstclass-Hotels, Tanzlokalen und Allgäuer Gemütlichkeit. Zusammen ein Bilderbuchangebot aus der Rubrik „Ich wünsch mir was“.
Oberstaufen ist Deutschlands einziges Schroth-Heilbad. Seit über 65 Jahren bestimmt die Fastenkur, die Johann Schroth vor rund 200 Jahren in Schlesien entwickelte, das Gesundheitsangebot in der Gemeinde mit ihren knapp 7600 Einwohnern am Alpenrand. Die zeitgemäß modifizierte Schrothkur macht aus dem Jahrtausende alten Prinzip des Heilfastens eine moderne Detox-Kur, die sogar bei Diabetes mellitus II wirkt. Sie hilft bei stressbedingten Krankheiten, Schlafstörungen, Migräne, Herz- und Kreislaufproblemen – kurz: überall da, wo die Selbstregulationskräfte des Körpers gefragt sind.
Den typischen Überlastungskrankheiten unserer Zeit bietet das Oberstaufener Urlaubsangebot jedoch auch schon mit seinem natürlichen Heilklima Paroli. In Ergänzung dazu wirken die „Atempausen“: gemeinsam mit den beiden Kirchen aufgelegte Angebote wie regelmäßigen Berggottesdiensten, meditativen Wanderungen, Gesprächs- und Musikabenden für die geistige Frische.
Wie sehr der Gast im Mittelpunkt steht, zeigt sich auch an „Oberstaufen PLUS“. Für die innovative Gästekarte bekam Oberstaufen Tourismus 2009 den Deutschen Tourismuspreis. Das Mehrwertpaket von rund 300 Gastgebern befreit Urlauber von anderenorts unvermeidlichen Nebenkosten. Sie können jeden Tag frei entscheiden: Soll die Oberstaufen-PLUS-Karte Freiticket für eine der drei Bergbahnen zum Gipfelsonnenbad oder zur Wanderung sein? Soll sie als Skipass für eines der vier Skigebiete gelten? Als Freikarte für die Sauna- und Erlebnisbadelandschaft? Sie ermöglicht die freie Fahrt mit dem Gästebus zu den Talstationen der Bergbahnen sowie mit Buslinien im südlichen Oberallgäu, freien Eintritt in die Museen, freies Parken und mehr. Gäste der „Oberstaufen PLUS Golf“-Hotels können im Sommer auf fünf Panoramaplätzen 94 mal Einlochen, ohne einen Cent Greenfee zu bezahlen.
Seinen Ruf als „digitalster Kurort Deutschlands“ hat Oberstaufen seit Google Street View 2010. Dazu beigetragen haben aber auch die Präsenz in allen digitalen Medien, die Online-Buchbarkeit aller Angebote, transparente Bewertungen aller Gastgeber und die freie Nutzung von W-LAN an allen wichtigen Punkten im Ort und an den Bergbahnen.
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