Tee der Superlative: Kenia auch 2013 größter Exporteur

Tee der Superlative: Kenia auch 2013 größter Exporteur

Kenia kann sich rühmen, seit Jahren der weltweit größte Teeexporteur und drittgrößte Teeproduzent zu sein. Auch in 2013 behauptete das ostafrikanische Land seine führende Rolle im Export, wie die aktuellen Zahlen des Tea Board of Kenya belegen. Aber damit nicht genug der Superlative: In der kenianischen Hafenstadt Mombasa findet wöchentlich die größte Teeauktion der Welt statt. So ist der Tee ein mächtiger Wirtschaftsfaktor und Lebensgrundlage für viele Kenianer.

Von den 2013 rund 400.000Tonnen produzierten Tees exportierte Kenia erneut über 90%. In 2012 hat Kenia 93% (346.777 Tonnen) der Gesamtproduktion von 369.562 Tonnen exportiert. Damit ist Tee neben dem Tourismus der größte Wirtschaftsfaktor des Landes. Kommerziell wird in Kenia seit 1924 Tee angebaut, heute wachsen die immergrünen Sträucher auf 190.000 Hektar Fläche.

Einer der Hauptabnehmer des kenianischen Tees ist Großbritannien. Er wird dort vorwiegend als kräftige Basis traditioneller Mischungen wie z.B. „English Breakfast“ verwendet. In Deutschland wird der kräftig-würzige Kenia-Tee auch gerne „pur“ genossen.

Jeder Zehnte lebt von Tee
60 Prozent der Landesproduktion wird von kleinen Teebauern erzeugt, die ihre Ernte auch in eigenen Teefabriken verarbeiten und über ihre eigene Genossenschaft, die Kenya Tea Development Agency (KTDA) Ltd., vermarkten. Die KTDA ist mit 64 eigenen Teefabriken der größte Teeproduzent der Welt. Die restlichen 40 Prozent werden in großen Teegärten angebaut, die z.T. im Besitz internationaler Unternehmen stehen.

Nicht nur für die gut 560.000 Kleinbauern stellt die Teewirtschaft die Lebensgrundlage dar. Über vier Millionen Kenianer, 10 Prozent der Gesamtbevölkerung, arbeiten mittelbar oder unmittelbar in der Teebranche.

Umschlagplatz Mombasa
Bei der Mombasa Tee Auktion kommen die kenianischen Tees zweimal in der Woche zusammen mit Tee aus acht weiteren afrikanischen Ländern unter den Hammer. Es ist die einzige Auktion weltweit, in der Tee aus so vielen verschiedenen Staaten nebeneinander gehandelt wird. Jeder Tee wird entweder vom Erzeuger direkt oder über einen Broker unter dem Namen des Produzenten verkauft. Die Tee-Auktion in Mombasa ist die erste, die seit 2013 voll elektronisch abgewickelt wird.

Stark durch Zusammenarbeit
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der kenianischen Teewirtschaft ist das Tea Board of Kenya , das 1950 als staatliche Einrichtung gegründet wurde, um die Interessen der Kleinbauern und großen Teeproduzenten zu vertreten. Das Board ist für die gesamte Organisation des Teeanbaus, inklusive der Produktion und des Exports zuständig. Darüber hinaus gewährleistet es den reibungslosen Ablauf der gesamten einheimischen Teeindustrie, dazu gehören auch die Lizenzvergabe für Fabriken sowie die Registrierung von Teebauern, Käufern und Maklern, Packern, Exporteuren und Händlern. Außerdem setzt sich das Tea Board of Kenya für die Vermarktung des Tees und die Öffentlichkeitsarbeit sowohl im kenianischen als auch in wichtigen internationalen Märkten – darunter Deutschland – ein.

Bildquelle:kein externes Copyright

Der Deutsche Teeverband e.V. befasst sich schwerpunktmäßig mit Fragen des Lebensmittelrechts, der Qualitätssicherung sowie ernährungsphysiologischen Fragen im Hinblick auf Tee. Der Verbandszweck ist die Wahrung und Förderung der besonderen fachlichen Belange und Interessen der Mitglieder, die sich mit der Einfuhr, Herstellung, Abpackung und/oder dem in den Verkehr bringen von Tee (Camellia sinensis, L.O. Kuntze) in allen Gattungen und Darreichungsformen beschäftigen. Die Interessenvertretung bezieht sich auf den warenkundlichen und den wirtschaftlichen Bereich.

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